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Fakten zu Venenklappen und Operation

29. Oktober, 2020

Krampfadern sind ein wohlbekanntes Leiden, von dem ungefähr ein Drittel der Bevölkerung betroffen ist. Krampfadern entstehen, weil sich Blut in den Venen ansammelt, die somit anschwellen und anfangen, sich am Bein entlang zu schlängeln. Krampfadern entstehen meistens zuerst in den Kniekehlen und wachsen dann sowohl aufwärts als auch abwärts entlang der Beine. Weil die Venen direkt unter der Hautoberfläche liegen, sind die sauerstoffarmen, bläulichen und geschwollenen Krampfadern auf der Außenseite der Haut sichtbar.

Krampfadern verschaffen Betroffenen oft leichte Schmerzen und ein Gefühl von schweren Beinen. Viele Menschen nehmen Krampfadern auch als unästhetisch wahr. Sowohl die leichten Schmerzen, als auch der kosmetische Aspekt, sorgen dafür, dass viele Menschen sich wünschen, die Krampfadern entfernen zu lassen oder, in unserem Fall, behandelt zu bekommen.

Bei schwereren Fällen von Krampfadern können schlimmere Symptome auftreten, wie zum Beispiel eitrige Beingeschwüre, die nicht abheilen. Sogar tiefe Venenthrombosen können vorkommen. Krampfadern sind jedoch fast nie gefährlich.

Das eben genannte sind sehr bekannte Fakten zu Krampfadern. Weniger bekannt ist die dahinter liegende Ursache dafür, dass Krampfadern entstehen.

Defekte Venenklappen verursachen Krampfadern, die eine Operation benötigen können

Dass sich Blut in den Venen ansammelt, die anschwellen und zu Krampfadern werden, liegt an Defekten der Venenklappen, die verhindern sollen, dass Blut zurück nach unten fließt, wenn es zum Herzen gepumpt wird, um dort mit Sauerstoff versorgt zu werden. Wenn diese Klappen es nicht schaffen, dicht zu halten, wird Blut in den Venen zurück nach unten fließen, aber da es gleichzeitig Druck nach oben ausgesetzt ist, da das Herz pumpt, wird das Blut, dass an den Venenklappen zurück geflossen ist, sich oft ansammeln und sich weder nach oben, noch nach unten bewegen. Diese Blutansammlungen sind es, die anschwellen und dann zu Krampfadern werden.

Venenklappen und OperationVenenklappen und Operation

Warum entstehen Mängel an den Venenklappen? Können Sie kompensiert werden?

Mängel an den Venenklappen sind erblich, genau wie Krampfadern, die deshalb entstehen. Wenn ein oder beide Elternteile Krampfadern hatten, wird das Kind sie ganz sicher auch bekommen. Es werden Methoden zur Heilung der Venenklappen entwickelt, aber oft werden die Krampfadern behandelt, nicht die Mängel an den Venenklappen.

Was man machen kann, wenn man weiß, dass man Mängel an den Venenklappen hat, und das weiß man, wenn ein oder beide Elternteile sie haben, um diese Mängel zu kompensieren, ist, die Blutzirkulation im Körper zu beeinflussen. Eine gute Blutzirkulation kann das Aufkommen der Krampfadern verzögern, sowie den Umfang und die Geschwindigkeit begrenzen, mit der die Krampfadern wachsen, wenn sie entstehen. Die Blutzirkulation kompensiert die Mängel an den Venenklappen insofern, dass, wenn das Blut besser zirkuliert, es bei jedem Herzschlag höher in das Bein gepumpt wird und dadurch wird einer kleineren Menge Blut die Möglichkeit gegeben, an den defekten Venenklappen auszulecken.

Für Menschen mit Veranlagung zu defekten Venenklappen, und somit zu Krampfadern, ist die beste Methode, um Krampfadern zu verzögern und einzugrenzen, die Blutzirkulation zum Besseren zu beeinflussen. Dies kann am einfachsten erreicht werden, indem man physisch aktiv ist, Normalgewicht hält, es vermeidet lange still zu stehen oder zu sitzen, indem man nicht raucht, etc. Ein entgegengesetzter Lebensstil führt auf der anderen Seite oft dazu, dass Krampfadern früher im Leben auftreten und dann auch schneller wachsen, mit dem Risiko für Komplikationen, die es mit sich bringt, wenn sich die Krampfadern verschlechtern.

Können Venenklappen operiert werden?

Es wurden eine Reihe von Methoden, um defekte Venenklappen zu operieren, ausprobiert und angewendet. Aber rekonstruierende Operationen der Venenklappen werden selten als lohnenswert angesehen. Es werden auch andere Methoden angewandt, wie zum Beispiel, die Venenklappen zu reparieren oder zu ersetzen. Es gibt auch Methoden, die darauf hinauslaufen, die Venenklappen von anderen Teilen des Körpers zu transplantieren oder sogenannte Bypass-Operationen zu machen.

Neue Methoden werden kontinuierlich ausprobiert und die modernsten Methoden verschaffen nun bei ungefähr 65 Prozent eine Symptomlinderung bei venösen Beingeschwüren.

Alle Methoden, um Venenklappen zu operieren, sind invasiv und relativ kompliziert. Das ist einer der Gründe dafür, dass Operatione selten als lohnend angesehen werden. Stattdessen werden die Symptome der defekten Venenklappen behandelt, also die Krampfadern.

Können Krampfadern beseitigt werden, ohne dass die Venenklappen operiert werden?

Es gibt eine Reihe von gut funktionierenden Methoden, um Krampfadern zu behandeln, ohne eine Operation der Venenklappen durchzuführen. Die Methoden, die bei EuroVenen angewendet werden, sind alle modern und minimal invasiv. Die üblichsten Behandlungen bei EuroVenen sind:

  • Laserbehandlung
  • Schaumbehandlung
  • Sklerotherapie
  • Radiofrequenz
  • Klebstoffbehandlung

Eine genauere Beschreibung der Behandlungen für Krampfadern bei EuroVenen finden Sie hier.

Die oben genannten Behandlungen werden unter Lokalbetäubung in nur etwa einer Stunde durchgeführt. Der Patient kann direkt danach wieder nach Hause zurückkehren und seine normalen Aktivitäten wieder aufnehmen.

Zusammenfassung – Operation der Venenklappen

Krampfadern entstehen aufgrund eines erhöhten Drucks in den Beinvenen. Der Grund für den erhöhten Druck in den Venen ist, dass die Venenklappen in den Beinen Blut nach unten hin austreten lassen. Dieses Leck entsteht, weil die Venenklappen defekt sind.

Das Risiko dafür, dass man Venenklappen bekommt, die defekt sind, ist erblich. Ein Mensch, dessen Eltern Krampfadern hat, wird deshalb ebenfalls von ihnen betroffen sein.

Es gibt präventive Maßnahmen, die man ergreifen kann, um das Aufkommen der Krampfadern als Folge von defekten Venenklappen zu verzögern. Diese präventiven Maßnahmen laufen alle darauf hinaus, die Blutzirkulation im Körper zu verbessern. Dies kann man herbeiführen, indem man zum Beispiel physisch aktiv ist, Normalgewicht hält, mit dem Rauchen aufhört, sowie Stillsitzen oder Stillstehen vermeidet.

Es gibt Methoden für eine Operation der defekten Venenklappen, aber weil diese Methoden sehr invasiv sind, entscheidet man sich stattdessen oft dafür, die Krampfadern zu behandeln, die als Folge der defekten Venenklappen entstanden sind.

Die Behandlungsmethoden bei Krampfadern laufen darauf hinaus, dass die beschädigten Venen entweder verschlossen oder entfernt werden. Wenn das passiert, sucht sich das Blut neue Wege zum Fließen und die Krampfadern verschwinden somit.

 



Martin Lawaetz Martin Lawaetz ist einer der führenden Spezialisten in Skandinavien im Bereich von Krampfaderbehandlungen.

Dr. Lawaetz ist Chirurg und Facharzt bei der Abteilung für Gefäßchirurgie im Rigshospitalet in Dänemark/Kopenhagen.

In den letzten sieben Jahren hat Dr. Lawaetz in führenden Forschungsprojekten teilgenommen deren Ergebnisse auch in bekannten Fachzeitschriften veröffentlicht worden sind.