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Fakten über Besenreiser und die Behandlung von Besenreisern

13. Juli, 2020

Besenreiser sind kleine Blutgefäße, die so nahe an der Hautoberfläche der Beine liegen, dass sie durch die Haut sichtbar sind. Besenreiser sind nicht dasselbe wie Krampfadern, welche geschwollene Venen sind, die viel deutlicher sichtbar sind. Besenreiser tragen ihren Namen, weil sie auf der Haut wie kleine verästelte Zweige aussehen, die früher zum Binden von Besen verwendet wurden. Neben den Beinen können sich Besenreiser auch im Gesicht zeigen.

Risse in den Venen erzeugen Besenreiser

Der Grund, warum Besenreiser überhaupt auftreten, ist, dass es Fehlfunktionen in den Venen gibt, meist in den Kniekehlen oder im Gesicht, an der Wange und der Nase. Diese Fehlfunktionen in den Venen führen dazu, dass das Blut nicht vollständig hochgepumpt werden kann; es verbleiben geringe Mengen in den darunter liegenden Venen. Diese kleinen Blutansammlungen schimmern bläulich oder violett durch die Haut hindurch und werden Besenreiser genannt.

Besenreisern oder Krampfadern

Besenreiser sind im Gegensatz zu Krampfadern niemals gefährlich und verursachen bei der Person, die sie hat, keine Schmerzen oder körperliche Beschwerden. Der Grund dafür, dass Besenreiser trotzdem Gegenstand von Untersuchungen und Behandlungen sind, ist stattdessen rein kosmetischer Natur, weil viele Menschen Besenreiser als unästhetisch wahrnehmen. Viele dieser Menschen haben das Gefühl, dass sie keine Kleidung anziehen können, die ihre Beine zeigt, weil sie sich für ihre Besenreiser, die an ihren Beinen sichtbar sind, schämen.

Besenreiser sind in der Bevölkerung viel häufiger zu finden, als die meisten Menschen glauben. Etwa 50 bis 55 Prozent aller Frauen haben Besenreiser, bei den Männern sind es etwas weniger – etwa 40 bis 45 Prozent. Bei den über 50-Jährigen haben mehr als die Hälfte aller Personen Besenreiser.

Der bei weitem wichtigste Faktor dafür, warum ein Mensch Besenreiser bekommt, ist die Vererbung. Wenn die Eltern Besenreiser haben, besteht eine fast 100%ige Wahrscheinlichkeit, dass auch die Kinder sie bekommen. Man kann nicht verhindern, Besenreiser zu bekommen, aber man kann das Risiko senken.  Was man beeinflussen kann, ist, wann im Leben die Besenreiser auftreten. Es gibt jedoch Lebensstilfaktoren, die dafür sorgen, dass sich Besenreiser entwickeln, obwohl es dafür keine erbliche Veranlagung gibt. Zu diesen Faktoren gehören Übergewicht – inklusive dem Übergewicht, dass durch das Tragen des Fötus während der Schwangerschaft  entsteht – übermäßiges Stillsitzen oder -stehen, sowie geringe körperliche Aktivität. Einige Hormone in der Pille und die Hormone, die mit der Menopause kommen, können ebenfalls das Entstehen der Besenreiser beeinflussen.

Die meisten Menschen, die Besenreiser  haben, sehen keinen Grund, sie zu behandeln, weil die Besenreiser  nicht gefährlich sind und keine Beschwerden für die Person, die sie hat, verursachen. Es gibt allerdings auch einen großen Teil von Menschen, die Besenreiser als hemmend empfinden, weil sie als unästhethisch angesehen werden und sich deshalb für eine Behandlung der Besenreiser entscheiden.

Fakten über Besenreiser

Einfacher Weg zur Behandlung von Besenreisern

Für diejenigen, die sich für eine Behandlung von Besenreisern entscheiden, weil sie diese als abstoßend empfinden, gibt es eine Reihe von sehr einfachen Möglichkeiten, die Behandlung durchzuführen. Die üblichsten Methoden zur Behandlung von Besenreisern sind Sklerose und Laserbehandlung.

Bei der Sklerosierungstherapie wird eine Art Klebstoff in die Venen injiziert, die ein Teil der Besenreiser sind. Dieser Kleber dichtet die geschädigten Venen ab, was dann dazu führt, dass die Venen schrumpfen und verschwinden. Wenn die geschädigten Venen schrumpfen, verschwindet auch das Blut in ihnen. Weil das Blut in den Venen dafür verantwortlich ist, dass sie an der Oberfläche der Haut sichtbar sind, verschwinden somit auch die Besenreiser.

Die Laserbehandlung wird häufig bei kleineren Flächen mit Besenreisern eingesetzt. Das Licht des Lasers lässt die Venen schrumpfen, das Blut in den geschädigten Venen verschwindet und wie bei der Sklerosierungstherapie hat das zur Folge, dass die Venen auf der Hautoberfläche nicht mehr sichtbar sind. Die Besenreiser sind verschwunden.

Für die Behandlung von Besenreisern wird bei EuroVenen die Sklerosierungstherapie verwendet.

Was können Sie selbst tun, um Besenreiser zu vermeiden?

Es gibt eine Reihe von Dingen, die eine Person selbst tun kann, um das Entstehen von Besenreise zu verzögern und das Ausmaß der auftretenden Besenreiser zu reduzieren.

Die Maßnahmen, die die Entstehung von Besenreisern verhindern sollen, stehen alle im Zusammenhang mit den Risikofaktoren, die für die Bildung von Besenreisern verantwortlich sind. Die präventiven Massnahmen sollen also die Risikofaktoren reduzieren oder beseitigen. Folgendes kann eine Person machen:

Übergewicht vorbeugen oder Gewicht verlieren

Vermeiden Sie es, lange stillzusitzen oder zu stehen, indem Sie Pausen von der Arbeit einlegen oder versuchen, sich während der Arbeit mehr zu bewegen, indem Sie z.B. ein wenig im Büro herumlaufen.

Trainieren Sie regelmäßig, um die Blutzirkulation in den Venen zu erhöhen, was es für das Blut leichter macht, nach oben zu fließen.

Aber diese Aktivitäten werden auf lange Sicht keinen Einfluss darauf haben, ob Sie Besenreiser bekommen oder nicht, weil diese erblich sind. Die Maßnahmen können jedoch die Entstehung verzögern und die Ausdehnung der Besenreiser verringern.

Zusammenfassung – Fakten über Besenreiser und die Behandlung von Besenreisern

Wenn man über Besenreiser spricht, ist das Wichtigste die Unterscheidung zwischen Besenreisern und Krampfadern. Besenreiser sind kleiner und verursachen keine Beschwerden, können aber als unästhetisch empfunden werden. Sie können genau wie Krampfadern behandelt werden.

Die Behandlung von Besenreisern ist schonend – ein einfacher und schneller Eingriff verschließt die beschädigten Venen, die anschließend schrumpfen und verschwinden, wodurch auch die Besenreiser verschwinden. Der Patient kann die Klinik innerhalb von etwa einer Stunde verlassen.

Obwohl die Besenreiser zum größten Teil erblich bedingt sind, kann ihr Entstehen verzögert und das Ausmaß begrenzt werden, wenn eine Person nicht zu lange still sitzt oder steht, sich viel bewegt, Übergewicht vermeidet und Kleidung trägt, die nicht zu eng an den Beinen anliegt.

 

 



Martin Lawaetz Martin Lawaetz ist einer der führenden Spezialisten in Skandinavien im Bereich von Krampfaderbehandlungen.

Dr. Lawaetz ist Chirurg und Facharzt bei der Abteilung für Gefäßchirurgie im Rigshospitalet in Dänemark/Kopenhagen.

In den letzten sieben Jahren hat Dr. Lawaetz in führenden Forschungsprojekten teilgenommen deren Ergebnisse auch in bekannten Fachzeitschriften veröffentlicht worden sind.