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Besenreiser und Schwangerschaft

14. Juli, 2020

Schwanger zu werden und zu sein ist vielleicht die aufregendste Zeit im Leben einer Frau. Viele Emotionen und Hoffnungen kommen auf, während gleichzeitig auch der Körper eine Menge Veränderungen durchmacht. Die meisten dieser Veränderungen sind natürlich positiv, aber einige von ihnen können für den Körper belastend sein. Einige Veränderungen bleiben auch nach der Schwangerschaft bestehen und einige davon können als beschwerlich empfunden werden. Eine der Veränderungen, die nach der Schwangerschaft als beschwerlich wahrgenommen werden kann, ist das erhöhte Körpergewicht während der Schwangerschaft, das die Blutzirkulation auf eine Weise beeinflusst, die die Venen daran hindert, ihre Arbeit richtig zu machen. Dadurch werden kleine Ansammlungen von Blut in den Venen geschaffen, meist in den Kniekehlen, die zur Entstehung von Besenreisern führen können. 

Was sind Besenreiser?

Diese kleinen Blutansammlungen erscheinen durch die Haut hindurch oft als kleine bläuliche oder violette Adern, die sich an den Stellen, an denen sie auftreten, oft wie kleine Äste verzweigen. Wegen dieses Aussehens werden die Blutgefäße oft als Besenreiser bezeichnet. Besenreiser sind nicht gefährlich und verursachen keine Schmerzen.

Besenreiser und Schwangerschaft

Wie entstehen Besenreise?

Besenreiser entstehen aufgrund einer Fehlfunktion der Klappen, die den Blutfluss in den Venen regulieren. Wenn diese Klappen beschädigt sind, kann  es passieren, dass das Blut, das zum Herzen gepumpt werden soll, stattdessen wieder zurück in die Vene fließt. Dadurch bilden sich dann Blutansammlungen, die die Venen dicker machen. Es bilden sich neue Venen, die sich unter den Venenklappen winden. Diese neuen Venen sind Besenreiser.

Die Besenreiser entstehen, wie bereits erwähnt, aufgrund von Fehlfunktionen in den Venenklappen. Fehlfunktionen in den Venenklappen wiederum entstehen, weil die Klappen verschleissen und daher nicht mehr richtig funktionieren. Wie alle anderen Körperfunktionen verschleissen auch die Venenklappen mit der Zeit. Das bedeutet, dass Besenreiser bei älteren Menschen häufiger vorkommen als bei jüngeren. Die Veranlagung ist bei weitem der häufigste Grund, warum man Besenreiser bekommt. Wenn man eine Veranlagung für Besenreiser hat, wird man mit ziemlicher Sicherheit irgendwann im Leben Besenreiser bekommen.

Andererseits gibt es eine Reihe von Faktoren, die eine Rolle dabei spielen, wann die Besenreise entstehen und wie umfangreich diese sein werden. Zu diesen Faktoren gehören Übergewicht, Bewegungsmangel, Rauchen, zu langes Stillsitzen und mehr. Die Gemeinsamkeit all dieser Risikofaktoren für die Bildung von Besenreisern ist, dass sie alle die Blutzirkulation beeinträchtigen, was dazu führt, dass es für die bereits abgenutzten Venenklappen noch schwieriger wird, das Blut in Richtung Herz zu pumpen, was wiederum dazu führt, dass sich, wie oben bereits erwähnt, Blutansammlungen bilden.

 Warum sind Besenreiser in der Schwangerschaft häufig?

 Besenreiser sind in der Schwangerschaft häufig. Das liegt daran, dass eine schwangere Frau während der Schwangerschaft im engeren Sinne übergewichtig ist. Es geht dabei nicht um das Übergewicht, das von Fettleibigkeit herrührt, sondern um das zusätzliche Gewicht, das der Fötus und das Fruchtwasser mit sich bringen. Dieses Gewicht wirkt sich in Bezug auf die Blutzirkulation in gleicher Weise auf den Körper aus, wie das traditionelle Übergewicht. Darüber hinaus muss mehr Blut durch den Körper gepumpt werden, da der Fötus ebenfalls Teil des Blutkreislaufs einer schwangeren Frau ist. Daher kommt es sehr häufig vor, dass ansonsten sehr gesunde Frauen während der Schwangerschaft Besenreiser bekommen.

Verschwinden Besenreiser nach der Schwangerschaft wieder?

Es kommt häufig vor, dass Besenreiser nach der Schwangerschaft von selbst verschwinden, da das schwangerschaftsbedingte Übergewicht dann verschwindet und sich die Durchblutung verbessert. Doch auch wenn das Übergewicht verschwindet, ist es nicht immer so, dass auch die Besenreiser von selbst verschwinden und es ist auch nicht ungewöhnlich, dass Frauen im Zusammenhang mit der Schwangerschaft durch veränderte Ess- und Bewegungsgewohnheiten während der Schwangerschaft an Gewicht zunehmen. Wenn dieses Übergewicht nach der Schwangerschaft nicht verschwindet, besteht die Gefahr, dass etwaige Besenreiser nicht von selbst verschwinden.

Gibt es Gründe, Besenreiser im Zusammenhang mit einer Schwangerschaft zu behandeln?

Besenreiser im Zusammenhang mit Schwangerschaft sind, wie gesagt, völlig harmlos, aber es gibt viele Menschen, die diese Besenreiser als unästhetisch empfinden. Man kann natürlich darüber streiten, warum das Gesundheitssystem sich mit kosmetischen Problemen auseinandersetzen sollte, aber man darf nicht vergessen, dass kosmetische Veränderungen, die  Einschränkungen im Leben mit sich bringen, ebenso gute Gründe für eine Behandlung sind. Wenn Betroffenen ihre Besenreiser als unästhetisch empfinden, kann das dazu führen, dass sie es vermeiden sich in Röcken oder kurzen Hosen zu zeigen oder an einen öffentlichen Strand zu gehen. Diese Einschränkungen lassen sich eindeutig als Beeinträchtigung der Lebensqualität klassifizieren und sind ein sehr gutes Argument, um eine Behandlung der Besenreiser im Zusammenhang mit der Schwangerschaft durchführen zu lassen.

Kann man Besenreiser im Zusammenhang mit einer Schwangerschaft behandeln?

Es gibt mehrere sehr gute Behandlungsmethoden für Besenreiser im Zusammenhang mit einer Schwangerschaft. Die modernen Methoden erfordern keinen größeren Eingriff und können in einer Privatklinik außerhalb eines Krankenhauses durchgeführt werden. Die Patientin kann unmittelbar nach dem Eingriff, der unter örtlicher Betäubung in etwa einer Stunde durchgeführt wird, wieder nach Hause gehen. Nach dem Eingriff benötigt die Patientin nur einige Tage der Genesung, bevor sie wieder ihrem gewohnten Alltag nachgehen kann. 

Zusammenfassung – Besenreiser und Schwangerschaft

Besenreiser im Zusammenhang mit einer Schwangerschaft sind darauf zurückzuführen, dass das Gewicht der Frau während der Schwangerschaft durch den Fötus und das Fruchtwasser zunimmt. Diese Besenreiser verschwinden nach der Schwangerschaft oft von selbst.

Wenn die im Zusammenhang mit einer Schwangerschaft entstandenen Besenreiser nicht von selbst verschwinden und die Frau sie als Einschränkung Ihres Lebens empfindet, können die Besenreiser behandelt werden. Moderne Verfahren zur Behandlung von Besenreisern sind sehr einfach und dauern nur etwa eine Stunde. Nach der Operation kann die Frau nach Hause zurückkehren und bereits nach wenigen Tagen wieder ihren normalen Aktivitäten nachgehen.

 

 



Martin Lawaetz Martin Lawaetz ist einer der führenden Spezialisten in Skandinavien im Bereich von Krampfaderbehandlungen.

Dr. Lawaetz ist Chirurg und Facharzt bei der Abteilung für Gefäßchirurgie im Rigshospitalet in Dänemark/Kopenhagen.

In den letzten sieben Jahren hat Dr. Lawaetz in führenden Forschungsprojekten teilgenommen deren Ergebnisse auch in bekannten Fachzeitschriften veröffentlicht worden sind.